Nach den letzten Kostenmaßnahmen (INSIDE 991) sollte der Transformations-Prozess der über 600 Jahre alten Einbecker Brauerei hin zu einem Getränke-Unternehmen wieder ruhiger verlaufen. Doch jetzt muss Vorstand M. Kerger seinen wichtigsten Mitarbeiter, Gesamtvertriebschef S. Wolff ersetzen.
Marc Kerger wird die Lücke schnell schließen. Einen (branchenfremden) Nachfolger hat der Alleinvorstand der Einbecker Brauhaus AG bereits an der Angel. Er wird den jetzigen Gesamtvertriebschef Sören Wolff beerben. Wolff, der 2017 von Flensburger nach Einbeck wechselte (INSIDE 779), war erst kürzlich zum Gesamtvertriebschef befördert worden. Doch offenbar hat ihn die Kampfeslust nach einem Vierteljahrhundert Biermarkt nun verlassen. Der heute 42-Jährige fing mit 16 als Azubi bei Wittinger an. Nun wechselt er die Branche. Ende April ist Schluss.
Auf Wolffs Nachfolger warten harte Nüsse. Noch ist nicht abzusehen, wann und ob der von Kerger angestoßene Transformations-Prozess Früchte trägt.
Neue Produkte wie Hanse-Brause oder das Dosenbier Headbanger können die Rückgänge der auf unter 400.000 hl gefallenen Brauerei (Einbecker, Nörten-Hardenberger, Göttinger, Martini, Lohnbrau) nicht ausgleichen. Die beschlossenen Kostenmaßnahmen sind unausweichlich: 2025 liefen rund 1,5 Mio Euro Verlust auf.
