Abschiedsrunde. Der Aufstieg von Franziskaner Weißbier in den Markenolymp fußte auf einem stringenten Marketing. Obwohl AB Inbev seit über zehn Jahren keinen Cent mehr in Franziskaner-Kommunikation steckt, hielt die Marke ihren exzellenten Ruf. Der Absatz profitierte von einer konzernüblichen High-Low-Strategie. In den Durchschnittspreisen verlor Franziskaner den Anschluss zu Erdinger, Paulaner oder Schneider, die Promotion-Anteile erreichten Pils-Niveau.
Mit der letzten Preiserhöhung 2024 haben die Leute um AB Inbev Deutschland-Chef Jannik Weitzl dann auf einen neuen Knopf gedrückt. Auch die Aktionspreise kletterten deutlich, doch das Volumen schwindet. Nachdem der Inlandsabsatz schon 2024 nur noch hauchdünn über eine Mio hl gelegen hatte, wird Franziskaner in diesem Jahr definitiv unter die Schwelle und damit aus der INSIDE-Marken-Hitliste rutschen. Für immer? Das ist nicht gesagt. Wettbewerber trauen dem Frieden noch nicht. Die Beispiele Beck‘s und Hasseröder zeigen, dass der Konzern dem LEH auch Abschläge von über 50% in den Promopreisen ermöglichen kann. Allerdings: Die Wirkung von Weißbier-Aktionen als Frequenzbringer hat nachgelassen.
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