Gastro: Steuer runter, Preise gleich

Trotz der Senkung der Mehrwertsteuer von 19% auf 7% auf Speisen in der Gastronomie bleiben die Preise weitgehend unverändert. Das zeigen aktuelle Zahlen von Meoton

Meoton verglich für die Erhebung Speisekarten von Mitte Dezember 2025 mit solchen ab dem 15. Januar 2026. Untersucht wurden insgesamt mehr als 200.000 Preise von über 30.000 Betrieben. 

Meoton-Mitgründer Christian Haese: "Die Mehrwertsteuersenkung stabilisiert die Preise, statt eine Senkung zu bewirken. Viele Gastronomen nutzen die Entlastung offenbar, um gestiegene Kosten aufzufangen und um kurzfristig
weitere Preiserhöhungen zu vermeiden.“ 

Die Rechung geht so: Kostet ein Gericht 20 Euro brutto, verbleiben dem Betrieb bei 19 % Mehrwertsteuer rund 16,81 Euro netto, bei 7 % Mehrwertsteuer rund 18,69 Euro netto. Ohne Preisanpassung steigt der Nettoerlös damit um rund 1,88 Euro bzw. 11%. Eine vollständige Weitergabe der Mehrwertsteuersenkung an die Gäste entspräche rechnerisch einer Endpreisreduktion von fast 10 %, ein Effekt, der sich laut Meoton nicht in den Preisen widerspiegele. Getränke werden weiterhin mit 19 % besteuert.

Starke Verschiebungen in der Gastronomie

In der jüngsten INSIDE-Ausgabe 993 untermauert Meoton im neuen Gastro-Preismonitor die spürbaren Verschiebungen in der Gastronomie mit weiteren Zahlen. So verlieren klassische Formate wie Restaurants (-0,83% YTD) und Cafés (-4,15%), vor allem aber Clubs (-23,75%) weiter an Boden. 

Getränkepreise indessen steigen merklich: 

  • Helles 0,3 l: +5,11% bei einem Durchschnittspreis von 3,88 Euro
  • Helles 0,5 l: +3,72% bei einem Durchschnittspreis von 4,58 Euro
  • Aperitif Spritz: +7,60% bei einem Durchschnittspreis von 7,94 Euro
  • Gin Tonic: +6,99% bei einem Durchschnittspreis von 8,83 Euro  

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