9. Hasseröder: +10.000 hl; +3,5 %
Auch Hasseröder war vom Stress mit der Rewe im letzten Jahr betroffen. Allerdings in deutlich kleinerem Umfang als die übrigen AB Inbev-Marken. Und so gab es für den Auerhahn in diesem Jahr bei der Rewe auch nicht viel aufzuholen. Der Schwerpunkt liegt woanders. Bei der Edeka. Hier werden laut INSIDERN deutlich über die Hälfte aller Hasseröder-Mengen gedreht. Beim Edeka-Discounter Netto führt Hasseröder die Bierliste an. Oberhalb von 9 Euro/Kiste sind die Angebote rar. Allen Rampenpreiserhöhungen zum Trotz sind auch 7,99 Euro immer wieder möglich.
Die Abhängigkeit von der Aktions-Gunst von Edeka & Co. ist hoch. Für den Hasseröder-Standort Wernigerode war es deshalb umso wichtiger, dass das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt die Genehmigung für die nicht Reinheitsgebot-konforme Produktion von Corona erteilt hat (was manch Brauer auf die Palme brachte). 340.000 hl Corona hat AB Inbev in Deutschland im letzten Jahr verkauft (siehe INSIDE-Importmarken-Hitliste). Im ersten Halbjahr sind weitere 12,4% dazugekommen. Die zweite Latino-Marke, San Miguel (aktuell +25% bei einem Jahresabsatz 2023 von 70.000 hl), wird schon länger in Wernigerode hergestellt.
Artikel aus INSIDE 955

