Radeberger kauft Gastro-GFGH

Das Welifa-Gelände (Foto) war nur angemietet. Radeberger übernimmt lediglich die Kunden. Die Belieferung erfolgt künftig über Preuss Münchhagen

Dieser Deal dürfte das Ende von Bernhard Schadebergs GFGH-Ambitionen in Berlin bedeuten. Wie soeben innerhalb der Radeberger Gruppe kommuniziert wurde, übernimmt Drinkport über ihre Berliner Tochter Preuss Münchhagen die ebenfalls in der Hauptstadt ansässige WelifaGetränkegroßhandlung

Dass die Welifa zum Verkauf stehen könnte, hatte INSIDE bereits vor knapp zwei Monaten angedeutet (INSIDE 978). Krombachers Gastro-GFGH gilt laut Branchenbeobachtern seit geraumer Zeit als defizitär. Der Umsatz wird noch auf eine mittlere einstellige Millionensumme geschätzt. Zu wenig für Schadeberg. 

Zum 1. September übernimmt nun der rund 170 Mio Euro Umsatz dicke Gastro-Tanker Preuss die Kundenbeziehungen der Welifa. Damit stärkt die Drinkport-Tochter ihre Vormachtstellung als größter gastronomieorientierter GFGH in Berlin und weit darüber hinaus. Zukünftig wird Preuss mit 240 Angestellten rund 5.000 Partner in der Gastronomie sowie im Fest- und Eventgeschäft in Berlin und Umgebung versorgen.

Umgekehrtes Bild in Hamburg: Während Drinkport dort weiterhin über keinen eigenen Standort verfügt, ging die letzte Übernahmeschlacht an Krombacher. Neben dem vor sieben Jahren übernommenen Prey Getränke hat Krombachers GMS Getränke & Mehr Servicegesellschaft in der Hansestadt kürzlich die ehemalige GFGH-Ikone Goettsche sowie Esling, Grömitz, von Splendid übernommen. 

Der Welifa-Deal dürfte auch Auswirkungen auf den Verkaufskandidaten Kalbus & Schmidt haben. Für den rund 16 Mio Euro Umsatz großen Berliner GFGH von Michael Geisler bleibt damit nur noch ein ernsthafter Interessent übrig.

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