Im weltweiten Spirituosenmarkt bewegt sich was. Dank Ready-To-Drink-Produkten, die bei Suntory nicht nur mit „-196“ bestens laufen, ziehen die Japaner am lange gesetzten Branchenprimus Diageo vorbei.
Bei der Veröffentlichung der jüngsten Zahlen klang Diageo-Chefin Debra Crew ein klein wenig demütig. Bei Whisky sind wir die unangefochtene Nummer 1, gab sie zu Protokoll. Zum Rest aber schwieg sie. Nach Zahlen von Impact, die bei Weltzahlen als Währung gelten, und INSIDE-Recherchen hat Suntory Global Spirits (so heißt die Firma seit kurzem) mit knapp 109 Mio 9-Liter-Cases (so die internationale Währung), also rund 980 Mio Litern, die Nase vorn. Wenn auch knapp. Denn Diageo kommt auf rund 102 Mio 9-Liter-Cases.
Während Diageo 16 Marken unter den Top 100 Marken besitzt, sind es bei Suntory zwölf. Die -196-Marke etwa, ein vorgemixter Cocktail (seit vergangenem Jahr auch in Deutschland am Start), kommt auf gut 270 Mio Liter und ist damit die meist verkaufte Marke weltweit. Ihr folgt mit High Moon ebenfalls ein Cocktail-Mix von Spirit of Gallo mit gut 230 Mio Liter. Dann erst kommt die Diageo-Vodka-Marke Smirnoff mit knapp 210 Mio Liter. Suntory war erst richtig ins Spirituosengeschäft eingestiegen, als es mit dem Bier nicht mehr so gut lief. Und Gallo ist eigentlich groß im Wein-Geschäft.
Ebenfalls auf internationalem Vormarsch im Spirituosenmarkt ist der größte Brauer weltweit, Anheuser Busch InBev, der sich auf Platz 16 vorgearbeitet hat. Zwar noch auf niedrigem Niveau – rund 60 Mio Liter – aber extrem hohen (80% im vergangenen Jahr) Steigerungsraten, vor allem mit Vodka Seltzer.
