Wolters: Erster Gf auf dem Abflug

Bei Wolters in Braunschweig lichtet sich die erste Reihe: Einer der beiden Gf geht spätestens zu September von Bord. Und was wird aus dem zweiten, einem ebenfalls Ex-Warsteiner?

Der 2020 als Finanz-Gf zu Wolters gelotste Ex-Warsteiner-Exportchef Alexander Arsene, 50, hat seinen Fünf-Jahres-Vertrag beim Tochterbetrieb der Volksbank BraWo nicht neu aufgelegt und verlässt das Haus damit spätestens zu Ende September. 

Die Zukunft der inkl. AfG noch gut 430.000 hl großen Brauerei ist unklar wie nie zuvor. Es droht, wie berichtet (INSIDE 964) infolge des Verkaufs des niederländischen Biervertriebs United Dutch Breweries (UDB) an den Belgier Martens der Verlust von bis zu 100.000 Ex-UDB-Hektos. Zudem soll die Brawo zwar unlängst 5 Mio Euro Schulden in Eigenkapital umgewandelt haben; doch die Amtszeit des allmächtigen Brawo-Chef Jürgen Brinkmann (der die Brauerei in ein sportliches BraWo Group-Modell verfrachtete) könnte in zwei Jahren enden. 

Was dann mit der Brauerei passiert, würden viele gern wissen, womöglich auch Arsenes alter Buddy aus Warsteiner-Zeiten, Nils Handke, den er Mitte 2023 als Co-Gf installierte (INISDE 930). Aus der Belegschaft heißt es, erstmal werde für Arsene ein Techniker als Gf-Nachfolger gesucht; um die Finanzen solle sich der ohnehin langjährige Finanzdirektor Markus Prenzlow kümmern. 

Zudem, berichten INSIDER, soll der zu Zeiten des Oettinger-Saniers Gino Biondi geflochtene Verhandlungsfaden zwischen BraWo auf der einen und Oettinger auf der anderen Seite noch immer nicht ganz gerissen sein – obwohl Biondi bei Oettinger Geschichte ist und Matriarchin Pia Kollmar mit ihrer Installierung von Gf Stefan Blaschak operativ eigentlich raus ist. Seinerzeit sollen diverse Modelle diskutiert worden sein, wie die bedien Dickschiffe in Braunschweig gesichtswahrend für alle fusioniert werden könnten. Die Gespräche sind angeblich noch nicht ganz vom Tisch.

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