Handel auf Saft-Sparkurs

Paradox: Der LEH reagiert auf den Preisschock nicht nur mit Sortimentsstraffung.

Laut INSIDERN verbannen sowohl Aldi wie auch Lidl demnächst Sauerkirsch-Saft aus ihren Regalen. Das gab es bereits in der Vergangenheit. Aufgrund teurer Rohwarenpreise steigen auch die Abgabe- und damit Verkaufspreise für Saft. Ein INSIDER: „Es sind längst Preisschwellen überschritten, zu denen der Verbraucher Saft kauft“. Die höheren Regalpreise federt der Handel derzeit mit unglaublich niedrigpreisigen Promotionaktionen ab; mit Abschlägen von 50% zum Regalpreis. Selbst Eigenmarken werden mit Preisabschlägen beworben. Ein INSIDER: „Der Handel schaut nur auf  den Umsatz und der ist beim Saft wegen der schon vollzogenen Preiserhöhungen noch gut.“ 

Bei den großen Orangensaftmarken, das gesteht ein Einkäufer, registriert der Handel deutliche Mengen-Rückgänge von grob geschätzt 25%. Das trifft vor allem die großen Markenanbieter.

Kurios: Die gekühlten Säfte werden erst im Oktober verhandelt. Damit stehen direkt gepresste frische Säfte aus dem Kühlregal derzeit günstiger als die Standardware (Konzentratsaft) im Regal, zum Beispiel beim größten deutschen Lebensmittelhändler Edeka. Der produziert über seine Tochter Sonnländer sowohl „Marke“ (Albi) wie auch Eigenmarken (gut & günstig, Fruchtliebe  etc.).

Artikel aus INSIDE 957

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