Bier-Exporte: Russland auf Null

Nun ist es auch amtlich: Die Bierexporte nach Russland sind nicht nur dramatisch eingebrochen, sondern im Oktober 2025 auch regelrecht verdampft. Eine Auswertung von Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigt: Im Gegensatz zum chinesischen Exportmarkt, der noch vergleichsweise stabil im Markt liegt, ist der russische völlig weggebrochen. Mit dramatischen Folgen.

Exporte nach Russland im Jahresvergleich (aufgelaufen Ende Oktober)

  • 2023: 1.380.700 hl
  • 2024: 1.052.520 hl
  • 2025:    118.080 hl (- 91% gegenüber 2023)

Noch dramatischer ist die Entwicklung der Exporte nach Russland im Oktober-Vergleich:

  • Oktober 2023: 116.100 hl
  • Oktober 2024:   80.970 hl
  • Oktober 2025:     1.550 hl (-98,66 % gegenüber Oktober 2023)

Schuld daran sind Importbeschränkungen von staatlicher Seite. Insbesondere das Chestny Znak-System und hohe Zollgebühren blasen deutschen Bier-Exporten das Licht aus. Betroffen ist u.a. die Mannheimer Eichbaum-Brauerei, die vor wenigen Wochen in die Insolvenz rutschte. Ab 2026 will Russland die Schrauben noch weiter andrehen.

Der Export nach China verläuft dagegen fast schon moderat. Nach wie vor gibt es zwar Verluste. Doch die werden saisonal teils abgefedert. Aufgelaufen bis Oktober:

  • 2023: 1.131.970 hl
  • 2024: 1.182.880 hl
  • 2025:    974.820 hl (-13,88 gegenüber 2023)

Im Oktober-Vergleich:

  • 2023:   63.870 hl
  • 2024: 142.100 hl
  • 2025:   80.840 hl (+ 26,56 gegenüber Oktober 2023)

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