Es rumort bei Danone. Während man aus der Zentrale kein Wort hört, ist die Katze längst aus dem Sack: Danone Deutschland (Umsatz 2025: +1,3%) setzt den Rotstift an und baut den Vertrieb massiv um.
Die „Transformation“, wie es im Konzernsprech heißt, kostet rund 15 Mitarbeitern den Job. Anfang November wurde intern informiert, die Außendienstler mussten zum Rapport. Die Ansage von Vertriebs-Gf Katharina Herzog: Die Mannschaft soll schlanker werden. Und zwar schleunigst, Stichtag 1. Januar. Betroffen ist sowohl das für die gesamte Sortiment aktive Retail- als auch das für Volvic, Evian und Alpro eingesetzte Away From Home-Team.
Laut INSIDERN stehen im Handel acht Leute auf der Streichliste. Die verbleibende Truppe, INSIDER schätzen die Kopfzahl nach dem Schnitt auf noch rund 60 Außendienstler, soll sich auf die Regalpflege und die Ausweitung der Distribution konzentrieren und sich nicht mehr im Kampf um Zweitplatzierungen in der Fläche aufreiben.
Im Away-from-Home-Team, seit einem Jahr unter der Führung von Dominik Hansen, wird die Außendienst-Truppe halbiert. Wurden zuvor zehn Metropolregionen für Alpro, Volvic und Evian beackert, sind es künftig nur noch Berlin, Hamburg, Dortmund, München und Frankfurt. Auch hier gilt die Devise: Weg von fragmentierten Kleinkunden, hin zum klassischen Großhandel und Kunden mit „validierten Absatzmengen“. Um den Abschied „akzeptabler“ zu gestalten, winkt Danone offenbar mit dem Scheckbuch: Ein Abfindungsfaktor von 1,4 steht im Raum.

