Fett waren die Jahre beim Einbecker Brauhaus schon lange nicht mehr, nun ist die Zeit der zumindest zart positiven Erträge ganz vorbei: Die 422.000 hl (2023: 437.000 hl) große Brauerei verbucht für das Geschäftsjahr 2024 erwartungsgemäß einen Verlust von knapp 300.000 Euro bei sinkenden Umsätzen (36,73 Mio Euro nach 37,51 Mio Euro im Vorjahr). Nur dank des positiven Vortrags der Vorjahre bleibt am Ende ein Bilanzgewinn von 117.000 Euro. Dividenden werden in Anbetracht dessen nicht ausgeschüttet.
Bereits im Februar 2025 hatte Marc Kerger als Vorstand seine ursprüngliche Prognose für 2024 nach unten korrigiert. Der Ex-MBG-, Pernod- und Jägemeister-Mann Kerger hatte das Amt des Vorstands im Oktober 2023 von Martin Deutsch übernommen und dabei noch recht optimistisch geklungen. Schon seine erste Hauptversammlung im Juni 2024 bremste die Euphorie aber deutlich ein. Jetzt gehe es darum, "weiter an Schnelligkeit zu gewinnen“, sagt Kerger jetzt. „Der Weg vom Brauer zum breit aufgestellten Getränkehersteller ist kein Sprint, sondern ein Marathon mit vielen Zwischensprints.“
