Bierhersteller "frustriert" wegen Zöllen

Die Europäischen Brauer (Brewers of Europe - BoE) sind “frustriert”, dass Bier im diffusen Zoll-Zickzacks der US-Regierung als “Aluminium-Derivat” erachtet wird und ergo mit 25 % und nicht mit 10 % verzollt wird. In einem heute veröffentlichten Schreiben der BoE heißt es, Bier sei seit Jahrhunderten Teil unserer Kultur auf beiden Seiten des Atlantiks, und es sei “enttäuschend”, dass es auf den Status eines „Aluminiumderivats“ herabgestuft werde.

US-Präsident Donald Trump hatte vorgestern überraschend die von ihm kurz zuvor verkündeten Zölle für eine Zeit von 90 Tagen weitgehend wieder zurückgenommen - bis eben u.a. auf Aluminiumdosen. In diesen werden laut BoE aber nur etwa 20 % der europäischen Bierexporte transportiert. Für Aluminium gelten weiter Zölle von 25 % - jedenfalls bis auf Weiteres. 

Wie berichtet trifft Trumps Zoll-Rundumschlag den US-Importbiermarkt hart. Bierimporte machen laut US-Statistikamt im Jahr 2024 über 7,5 Milliarden Dollar aus. Besonders leiden muss Mexiko, das mit 6,3 Milliarden Dollar den größten Anteil der Importe ausmacht (darunter die vor Bud Light größte Marke in den USA, Modelo Especial), gefolgt von den Niederlanden (683 Millionen Dollar, vornehmlich Heineken), Irland (192 Millionen Dollar, Guinness), Kanada (73 Millionen Dollar) und Deutschland (70,3 Millionen Dollar). Über die Auswirkungen der Zollerhöhungen (vor allem auch in Russland)  für die deutschen Brauer berichten wir in der aktuellen INSIDE-Printausgabe.

 

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