Im Kühlschrank: Helles alkoholfrei

Dass die BILD auch alles Gute kaputtschreiben muss. Kaum hat die Bierbranche mit alkoholfreiem Bier endlich einen Coup gelandet, da müssen Biertrinker, die auf ihre Leber achten wollen, in der Zeitung lesen, dass alkoholfreies Bier das Diabetes-Risiko erhöht. „Alles andere als harmlos“ sei das Bleifreie: Wenn die Gärung gestoppt wird, bliebe mehr Maltose, am Ende also Zucker übrig. 

Für die 60.000 hl große Gampertbräu, Weißenbrunn, 10 Kilometer nördlich von Kulmbach, kommt die Meldung zu einem schlechten Zeitpunkt. Denn nach einem gescheiterten und kaum 100 hl großen Versuch in der Vergangenheit, naturtrübes alkoholfreies Bier an den Mann zu bringen, hat Braumeister und Gf Christian Höfner jetzt ein filtriertes alkoholfreies Helles ertüftelt. Bei Rewe und Edeka in der Region ist das Bier gelistet, 500 hl sind das Ziel. 

Die Technologie im Herstellungsprozess: gestoppte Gärung. Mist. Ist jetzt alles aus? Nein, schließlich hat der DBB den BILD-Bericht zurückgewiesen. Und unser Kühlschrank gewährte bislang noch jedem Getränk Asyl. Nach zig Colagemischen ist das alkoholfreie Gampert eine willkommene Abwechslung.

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