Stefan Blaschak

Als im Juni 2023, also vor gerade mal etwas mehr als einem Jahr, Oettingers unter Beschuss der Banken geratene Matriarchin Pia Kollmar Stefan Blaschak als neuen CEO installierte, war das für sie mehr als nur ein Befreiungsschlag. Der Ex-Vorstandschef der Berentzen AG zog „zwei europäische Bankhäuser“ (laut INSIDERN in Österreich) an Land und löste damit das vorherige Bankenkonsortium ab - das auch maßgeblich dafür verantwortlich war, dass sich Pia K. grummelnd in den Beirat zurückziehen musste.

Nebenbei kegelte Blaschak den wenige Wochen zuvor als Sanierer ins Haus geholten Gino Biondi wieder ins Aus ("Restrukturierer wegstrukturiert" - INSIDE 931). Damit wurde es langsam wieder übersichtlich, alldieweil auch andere Führungskräfte den Hut nahmen. Diese Woche fiel das vorerst letzte Beil in der Führungsebene: Elf Monate, nachdem er seinem Vertriebs-Gf und damit einzigem verbliebenen Geschäftsführer-Kollegen Peter Böck das Inlands-Markengeschäft abgeknipst hatte, geht nun auch Böck - wie es so schön heißt, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Dabei hatte Böck auch im Marketing schon immer weniger zu melden. Seit Mitte 2024 darf sich der frühere Mampe-Reanimierer Tom Inden-Lohmar als "Head of Marketing" in dieser Abteilung austoben, dem Vernehmen nach ein alter Blaschak-Vertrauter.

Zwar weinte Blaschak Böck, der seit mehr als sechs Jahren im Hause war, jetzt öffentlich eine dicke Träne hinterher („Es ist sehr schade, dass Peter Böck geht"). Womöglich wird ihm die Trauer aber damit vergoldet, dass er bis auf weiteres allein in der Geschäftsführung sitzt - mit nur noch einer Person über ihm, die über sein Wohl und Wehe entscheidet: Pia Kollmar. Ein heißer Ritt. PK hatte schon Anfang 2023, als sie in den Beirat weichen musste, deutlich zu erkennen gegeben, dort nicht länger als unbedingt nötig verharren zu wollen.

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