Analog zum frisch aufkeimenden Handelskrieg zwischen den USA und Kanada wappnen sich auch in Europa Getränkehersteller für den (möglichen) Showdown. Besonders die Whiskeyindustrie hatte von 2018 bis 2023 unter den Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und der EU gelitten. Seinerzeit hatte die Europäische Union als Reaktion auf US-Strafzölle auf Aluminium und Stahl ihrerseits Strafzölle auf US-Whiskeys verhängt, deren Absatz in der EU daraufhin einbrach.
Der japanische Getränke-Riese Suntory Holdings hat deshalb einen Vorrat an Whiskyes in Europa angelegt – inkl. amerikanischer Bourbon-Marken wie Jim Beam oder Basil Hayden. Auch andere Hersteller planen um oder erhöhen ihre innereuropäischen Kapazitäten.
Im aktuellen Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada hat Kanada mittlerweile als Reaktion auf entsprechende US-Zölle auf Importe aus Kanada und Mexiko seinerseits einen Zoll von 25 % auf Bier, Wein und Spirituosen aus den USA erhoben. Die neue Entscheidung hat auch unmittelbare Auswirkungen auf die Alkoholexporte der USA, da Provinzen wie Ontario und British Columbia in den USA hergestellte alkoholische Getränke ganz verbieten, wie unsere englische Website www.inside.beer berichtet.
