Aufregung um neue Gastrolöhne in Norddeutschland. Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Arbeitsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) hat den Lohn- und Gehaltstarifvertrag für das Hotel- und Gaststättengewerbe rückwirkend zum 1. November 2024 für allgemeinverbindlich erklärt. Dies betrifft rund 80.000 Beschäftigte im Gastgewerbe in Schleswig-Holstein.
Der Tarifvertrag, ausgehandelt vom Dehoga Schleswig-Holstein und der Gewerkschaft NGG Landesbezirk Nord, legt verbindliche Löhne und Ausbildungsvergütungen fest. Die Monatslöhne reichen von 2.330 Euro bis mindestens 3.435 Euro und steigen zum 1. Mai 2025 um jeweils 200 Euro. Auch die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich ab dem 1. Mai 2025 um jeweils 100 Euro auf 980 Euro im ersten Ausbildungsjahr, im zweiten Ausbildungsjahr auf 1.080 Euro und im dritten Ausbildungsjahr auf 1.280 Euro.
Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis mindestens 30. Juni 2026 und gilt durch die “Allgemeinverbindlich”-Erklärung für sämtliche Arbeitgeber und Beschäftigten im Hotel- und Gaststättengewerbe in Schleswig-Holstein. "Also auch für diejenigen, die bisher nicht tarifgebunden waren", erklärt Madsen.
Großhändler in Schleswig-Holstein schlagen Alarm. Die höheren Löhne könnten zahlreiche Gastronomen in die Knie zwingen.

