Der neue Drogenbeauftragte Hendrik Streeck (CDU) fordert in einem Interview mit dem Münchner Merkur einen „Kulturwandel“ beim Alkohol. Mit 12,2 Litern reinem Alkohol pro Kopf (WHO) liegt Deutschland europaweit auf Platz fünf. Streeck will das ändern – durch Aufklärung und erschwerten Zugang.
Denkbar seien etwa das Entfernen alkoholischer Produkte aus dem Quengelbereich der Supermarktkassen oder Einschränkungen beim Verkauf an Tankstellen. Auch das „begleitete Trinken“ ab 14 Jahren will er abschaffen. Doch bislang handelt es sich nur um Überlegungen, keine Gesetzesvorschläge. Im Koalitionsvertrag fehlt das Thema Alkohol völlig. Streecks Gedankenspiele wirken eher symbolisch. Für die Alkoholindustrie besteht wohl aktuell kein Grund zur Sorge.

