Auf die letzten Meter. Die Duisburger Hövelmann-Truppe mit ihrem breiten Marken- und Gebindeportfolio liebäugelt mit ihrer Erfolgsmarke Fachingen seit Jahren mit der magischen 100 Mio Liter-Schwelle. 2025 hat sie sie endlich gerissen, offenbar in den wirklich allerletzten Tagen des Jahres. 6,1 % lag die Marke letztendlich über Vorjahr, nur übertroffen von der traditionell starken Rheinfels-Range, die mit satten 12,2 % Wachstum bei 130 Mio Litern gelandet sein dürfte. Rheinfels ist bisher mit breitem Sortiment in 0,75 PET Einweg auch bei Aldi unterwegs; mit einem knappen Liter-Drittel ist PET in Duisburg-Walsum deshalb auch vergleichsweise stark repräsentiert. Ob und wie Aldi gegen Ende dieses Jahrzehnts auf eine mögliche Mehrweg-Angebotspflicht regiert, wird man in der Firmenzentrale aufmerksam mitverfolgen.
Auch Sinalco legte zu, allerdings nicht in der Gastronomie, wo in toto 4,8 % verloren gingen. Ein Dauerbrenner in internen Sitzungen. Mit dem zu Anfang November rekrutierten Ex-Vivaris-Mann Christian Baggeroer als neuem Gastro-Chef soll in diesem Bereich der Turnaround gelingen, auch wenn jedem klar ist, wie schwer das werden könnte. Die zunehmende Zahl von Brauern, die sich in AfG-Welten flüchten, führte im Fall Alpirsbacher bereits zum Ende einer Kooperation (INSIDE 990) – Glauners bringen aktuell fünf eigene Kloster-Limos in die Gastronomie. Auch läuft dieses Jahr der Vertriebsvertrag mit Vivaris aus. Der Aufbau eigener Vertriebsmannschaften kostet Zeit und bindet Ressourcen. Der bis dato vornehmlich auf Menge und Palettenware getrimmte Vertrieb muss künftig auch mal kleinteilig denken. Woanders heißt das Culture Clash, in Duisburg eher Pragmatismus.
Alle Analysen zum Absatz 2025:
1. MEG
2. Refresco
3. Aldi
4. Hassia
6. Gerolsteiner
7. Danone
10. Vilsa
11. Adelholzener
12. Hochwald-Sprudel
13. Winkels

