Die Millionen-Maschine. Es ist verrückt. Der Brunnen aus Oberbayern läuft. Und läuft. Und läuft. Mit freundlicher Unterstützung der Edeka, die nach dem Kauf der Siegsdorfer Petrusquelle im Februar 2023 die Marke nicht weiter pflegte und damit Millionen Liter kampflos den Adelholzenern überließ, dreht der Brunnen weiter und weiter an der Absatzschraube, nur noch gebremst durch technische Hürden, sprich: Kapazitätsgrenzen bei Abfüllung. Diese kann gar nicht so schnell nachgerüstet werden, wie der Brunnen wächst – trotz weitaus geringerer Distribution wie z.B. Gerolsteiner und besagten Abfüll-Engpässen (denen partiell sogar das Heilwasser St. Primus geopfert wurde) und trotz einem Jahr Vakanz in der Vertriebs-Geschäftsführung.
Seit im Februar 2025 nach sehr kurzem Interregnum die damalige Gf Silke Reuter rausgeworfen wurde (INSIDE 970), regiert Allein-Gf Peter Lachenmeir, ein Techniker, adjustiert von der langjährigen Vertriebs-Legende Stefan Hoechter, der als Beirats-Chef immer noch die Strippen zieht. Und natürlich von Vertriebschef Reinhard Sixtus, der mit seiner Truppe unaufgeregt einen sehr coolen und offenbar auch erfolgreichen Job macht. Der 2025 allerdings auch dadurch angefeuert wurde, dass Adelholzen eine Preiserhöhung auf den 1. April 2026 verlegte.
Bei der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vincenz vom Paul hat man sich an die jährliche Adelholzener Gewinnausschüttung gewöhnt. 2023 waren es 4 Mio Euro, 2024 waren 3 Mio geplant. Zugleich lag der Jahresüberschuss bei deutlich höherem Umsatz (215,6 Mio Euro) nur noch bei 5,3 Mio Euro, nicht mal die Hälfte aus 2023. Wachstum kostet Geld. Dieses Jahr soll ein neues ERP-System eingeführt werden – mit allen möglichen Risiken in der Startphase.
Dennoch schätzt man in der Kongregation die sprichwörtliche Ruhe im Karton. Statt bei Reuter, die laut eigener Darstellung „eine neue Kommunikationsstrategie auf Basis des Purpose aufgegleist und (...) einen neuen Strategieprozess initiiert“ hat, bleibt der Brunnen bei den alten, restriktiven Kommunikationsstrukturen und gleist bei der Marke Adelholzener 32 Mio Liter binnen eines Jahres auf. Ein einzigartiges Wachstum, das bei der Distribution (Norddeutschland, Discount) Potenzial nach oben hat.
Active 02, die wundersame Sauerstoff-Zufuhr aus dem Alpenland, legte leicht (2 Mio l) auf 75 Mio Liter zu. Der Anteil von PET Einweg blieb unverändert bei 22,1 %, Glas ging leicht zurück. Mit neuen Abfüllanlagen für Einweg und Mehrweg sollen Engpässe künftig vermieden werden.
Alle Analysen zum Absatz 2025:
1. MEG
2. Refresco
3. Aldi
4. Hassia
6. Gerolsteiner
7. Danone
10. Vilsa
11. Adelholzener
12. Hochwald-Sprudel
13. Winkels

