Bereinigt und gewachsen. Der mehrheitlich zur Bitbuger Holding gehörende Gerolsteiner Brunnen ist 2025 trotz „bewusster“ Bereinigungen im Stammgebiet - um 0,75 Liter Glas (was ein Minus von 12 % nach sich zog) - insgesamt gewachsen. Marktforscher sehen ein Plus von 2,5 %. Intern kursiert die Zahl von 3,5%.
In der Gastronomie steht ein Minus von 2,5 % in den Büchern. Im Handel lief es gut. Dabei glänzt Gerolsteiner mit einem vergleichsweise niedrigen Promotionanteil von 38 %. Das sieht bei einigen Konkurrenten anders aus. Es ist auch nicht nur der Discounter, der trägt. Glasgebinde sind um 5 % gewachsen. So kommt Gerolsteiner in der Summe im Inland wieder auf rund 800 Mio hl im letzten Amtsjahr von CEO Roel Annega, der die Firma, wie berichtet (INSIDE 992), im September 2026 verlässt.
Sein Nachfolger kommt vom Konsumgüterkonzern Henkel. Noch wird sein Name wohlgehütet. Zugleich hat am 12. Januar Sabine Kloos das Marketing übernommen, das viele Jahre von Marcus Marcioszek geleitet wurde. Kloos soll, so eine kursierende interne Umschreibung, „die Marke neu aufladen“. Gerolsteiner macht das Gros der Menge mit dem klassischen Mineralwasser. Die Marke hat schon jetzt hohe Imagewerte. Eine schwierige Aufgabe für die neue Marketingchefin, die derzeit auf Vorstellungstour durch alle Abteilungen tingelt.
INSIDER meinen, dass das Thema Nachhaltigkeit noch stärker in den Fokus rückt. Da kann Gerolsteiner seit einigen Jahren etliches vorweisen. Zu beobachten ist, dass das Ausland – vor allem Ferngebiete – nicht mehr so im Fokus steht, wohl auch mit Blick auf die Nachhaltigkeit. Eine Ausnahme ist Belgien, das allerdings auch näher an der Eifel liegt als Berlin. Und dann gibt es noch ein USA-Geschäft. Insgesamt werden 200.000 hl im Ausland gemacht. Stoff genug für den neuen Chef, auf guter Grundlage noch einiges besser und größer zu machen.
Alle Analysen zum Absatz 2025:
1. MEG
2. Refresco
3. Aldi
4. Hassia
6. Gerolsteiner
7. Danone
10. Vilsa
11. Adelholzener
12. Hochwald-Sprudel
13. Winkels

